China verzeichnet Boom
Mehr als 25 Millionen LCD-Fernseher wurden im vergangenen Jahr in China verkauft. Damit sind dies mehr als 17 Prozent der Verkäufe weltweit.
In China läuft der Verkauf von LCD-Fernsehern auf Hochtouren. Das Land hat laut Medienportal Channelpartner.de im Jahr 2009 mit 25 – 26 Millionen verkauften Geräten einen Weltmarktanteil von bis zu 17,8 Prozent. Laut taiwanesischen Quellen waren dabei 70 bis 80 Prozent aus der chinesischen Produktion.
Hisense ist der größte Hersteller in China, in Europa jedoch unbekannt. Das Unternehmen TLC landete auf dem zweiten Platz. Sie ist international schon etwas stabiler. Die Marken Skyworth, Konka, Changhong und Prima folgen auf den weiteren Plätzen.
Ein Regierungsprogramm hat maßgeblich zu dem LCD-TV-Boom in China beigetragen. Dieses Programm war im vergangenen Jahr für die ländlichen Regionen. Dabei unterstützte der Staat die privaten Elektronikkäufe am Anfang mit bis zu 2000 Yuan Renminbi, also mit umgerechnet 215 Euro. Dies wurde dann später auf 3500 RMB, 377 Euro aufgestockt.
Auch auf den Weltmarkt für LCD-TVs und LCD-Panels im Jahr der Krise 2010 wirkt sich der Boom am chinesischen Markt aus. Da die ausländischen Produkte für die Chinesen zu teuer sind, greifen sie fast ausschließlich auf die Ware der landeseigenen Hersteller zurück. Dadurch wurden die Preise noch mehr in den Keller gedrückt also schon in den Jahren davor.
Experten erwarten für das Jahr 2010, dass in China bis zu 36 Millionen LCD-Fernseher verkauft werden. Stabil bleiben soll allerdings der Anteil der lokalen Anbieter. Den ausländischen Marken werden jedoch lediglich 20 – 30 Prozent vom großen chinesischen Markt bleiben.